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Bericht Bezirksmeisterschaften Aktive am 04./05.11.2023

Erstmals in der Geschichte des Tischtennisbezirks kamen die Bezirksmeisterschaften an unterschiedlichen Standorten zur Austragung. Sowohl in Herrenberg, Gärtringen als auch in Leonberg wurden in den jeweiligen Konkurrenzen die Bezirkstitelträger in Einzel und Doppel ermittelt. Ob es sich hierbei nur um eine gut funktionierende Notlösung handelt oder ob man zukünftig öfter auf dieses Modell zurückgreift, wird sich zeigen.

Fakt ist: Bei Problemen, einen Ausrichter zu finden, der im Stande ist, mit entsprechender Hallenkapazität ein Zweitagesturnier auf die Beine zu stellen, hat der Bezirk nun einen Plan B in der Tasche. Die dezentrale Durchführung der Bezirksmeisterschaften erwies sich am vergangenen Wochenende als adäquates Mittel, um einer Absage der größten Einzelveranstaltung im Erwachsenenbereich entgegenzuwirken. Bereits in den Jahren 2008 und 2018 war man von Bezirksseite gezwungen, das Turnier mangels Ausrichter abzusagen.

Einziger Nachteil bei einer Verteilung des Turniers auf mehrere Hallen: Da sich die Teilnehmer im gemischten Doppel oftmals aus unterschiedlichsten Turnierklassen zusammenstellen, kann kein Mixed-Turnier ausgetragen werden. Der guten Stimmung in kleineren Hallen tat das (Not-)Konzept derweil keinen Abbruch. „Zudem sind die Wartezeiten zwischen den Spielen oftmals geringer, das kam bei den Teilnehmern gut an“, sagt Jürgen Häffner, der die Turnierleitung in Gärtringen an den zwei Tagen innehatte. „Somit waren zu den Siegerehrungen noch mehr Spieler vor Ort als bei früheren Veranstaltungen. Das Konzept, die Bezirksmeisterschaften aufzuteilen, wird sich meiner Meinung nach durchsetzen.“   

Die Königsdisziplinen, also die Wettbewerbe der Damen und Herren A, kamen im Leonberger Sportvereinszentrum zur Austragung. In Abwesenheit der besten Damen, zum Beispiel aus Böblingen, Sindelfingen oder Gärtringen, rückten nunmehr Spielerinnen aus den unteren Ligen in den Fokus. Das Rennen bei den Damen A machte – etwas überraschend – die Aidlingerin Anke Stahl, die sich in der Gruppe noch Diana Jocher aus Weil der Stadt geschlagen geben musste, beim abermaligen Aufeinandertreffen im Endspiel gelang Stahl dann beim 11:8, 11:13, 11:7 und 11:7 jedoch die Wiedergutmachung. Die Youngsters Eva Heer (SpVgg Weil der Stadt) und Sophie von Schwerin (SV Leonberg/Eltingen) mussten im Halbfinale noch der Routine den Vortritt geben. Bezirksmeisterinnen im Doppel wurde die Mutter-Tochter-Formation Diana und Lina Jocher aus Weil der Stadt.

 

Hochklassigen Tischtennissport verzeichnete die Herren A-Konkurrenz, in der sich – nicht ganz unerwartet – der seit Wochen in starker Form spielende Max Hering von Verbandsoberligist VfL Herrenberg die Goldmedaille sicherte. In den KO-Runde schaltete er unter anderem seine Vereinskameraden Damir Stefanac und Ahmad El Haj Ibrahim aus, mit einem glatten 3:0 über Silas Schurr (SV Böblingen) gelang ihm der Sprung ins Endspiel. Diesen schaffte auch Pascal Timke von Verbandsligist SV Böblingen, der in der Vorschlussrunde nach vier Sätzen über Tim Holzapfel (TTV Gärtringen) die Oberhand behielt. Nach anfänglichen Problemen sicherte sich der Vorjahresdritte Max Hering beim 6:11, 11:6, 11:4 und 11:8 über Pascal Timke den Bezirksmeistertitel, bei dem es allein nicht blieb. Zusammen mit Damir Stefanac gewann Max Hering auch die Doppelkonkurrenz, das spannende Finale wurde gegen Jens Seidel/Tim Holzapfel (TTV Gärtringen) knapp mit 11:9 im entscheidenden fünften Satz gewonnen.

 

Erst einmal Wettkampfpraxis bei den Herren A gewonnen, sorgte der Herrenberger Damir Stefanac am Sonntag in der Klasse B in eigener Halle für Furore. Den Ausrutscher in der Vorrunde gegen den Sindelfinger Georgij Stojanoski machte der Teamkapitän der Herrenberger Landesliga-Zweiten im erneuten Vergleich im Endspiel wieder wett (3:2). Auch im Doppel setzte sich Damir Stefanac mit dem Kuppinger Felix Seitz die Krone auf (3:0 im Endspiel gegen Thomas Pfaundler/Christoph Herrmann (SpVgg Warmbronn/VfL Sindelfingen).

 

Einzel-Bezirksmeister in den weiteren Konkurrenzen wurden Eugen Artemenko (VfL Herrenberg, Klasse C), Sascha Raichle (SpVgg Renningen, Klasse D) und Theologos Stambouloglou (SV Böblingen, Klasse E), im Doppel hatten Benjamin Ulmer/Ralf Knöbl (TTF Schönaich/VfL Oberjettingen, Klasse C), Bernd Bartos/Sascha Raichle (SKV Rutesheim/SpVgg Renningen, Klasse D) und Lars Seibert/Lars Kiekbusch (SV Böblingen, Klasse E) die Nase vorn.

Datum

Heute ist Montag, 15. Juli 2024

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