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Bericht Relegationsspiele 2017/18

In den Relegations- und Entscheidungsspielen auf Verbands- und Bezirksebene wurde es am vergangenen Wochenende an diversen Spielstätten noch einmal richtig spannend. Gelingt nachträglich noch der Aufstieg? Kann vielleicht doch noch im Nachgang die Liga gehalten werden? Viele Fragen wurden nunmehr in Freudenstadt und Rohrau beantwortet. Allerdings bleibt auch noch das eine oder andere ungeklärt. Denn auch wenn sich die Mannschaften nunmehr in der Relegation in Position gespielt haben, so können sich bis Mitte Juni bei der Spielklasseneinteilung immer noch Veränderungen ergeben, vor allem dann, wenn höherklassige Mannschaften den Rückzug antreten und dementsprechend Nachrücker gesucht werden.

Dies könnte theoretisch auf den SV Leonberg/Eltingen zutreffen, der sich in Freudenstadt als Vizemeister der Landesliga mit der TSG Ailingen und dem Verbandsklasse-Achten TV Rottenburg messen musste und am Ende Relegationszweiter wurde. Gegen Ailingen ließen sich die Leonberger auch von einem 1:4-Anfangsrückstand nicht einschüchtern (nur das Spitzendoppel Alexander Schappacher/Jens Seidel punktete), ehe an den hinteren Positionen ein spielerisches Übergewicht erzielt werden konnte. Tobias Kiefer, Silvan Kurras und Felix Schappacher schafften mit ihren Einzelerfolgen wieder den Anschluss (4:5). In einem sehenswerten Spitzeneinzel landete Youngster Alexander Schappacher gegen Ailingens Topmann Alfred Iberl einen wichtigen Sieg. Tobias Kiefer, Jürgen Kieser, Silvan Kurras und erneut Felix Schappacher machten mit einem fulminanten Endspurt den 9:6-Erfolg über den Vizemeister der parallelen Landesliga-Gruppe perfekt. Da die Rottenburger im Anschluss gegen Ailingen mit 9:5 gewannen, musste der SV Leonberg/Eltingen im entscheidenden Spiel um den freien Platz in der Verbandsklasse gegen Rottenburg gewinnen. Leider stand im Abendspiel Jens Seidel nicht zur Verfügung, dafür sprang Neuzugang Bruno Miguel Ilquimiche Garcia in die Bresche. Doch die Rottenburger erwiesen sich am Spitzenpaarkreuz als zu stark. Da es auch mit einem 1:2 aus den Doppeln ging und zudem die „Mitte“ leer ausging, sahen die Leonberger beim Stand von 1:6 frühzeitig die Felle davon schwimmen. Silvan Kurras und Felix Schappacher, die in der Rückrunde mitsamt Relegation ungeschlagen blieben, sorgten noch für Ergebniskosmetik, im zweiten Durchgang machten die Rottenburger aber schnell alles klar und gewannen mit 9:4. Großer Jubel beim Team um den Afrikaner Abass Ekun, der TVR bleibt weiter in der Verbanbdsklasse.

Ein richtiges Endspiel absolvierten am Ende eines langen Relegationstages auch die Teams des VfL Herrenberg II und des TTC Birkenfeld. Die einen (Herrenberg) wollten in die Landesliga austeigen, die anderen wollten drin bleiben. Zum Auftakt konnten sich beide Mannschaften gegen den TSV Dettingen/Erms um deren Spitzenspieler Peter Skulski durchsetzen. Die Herrenberger gewannen mit 9:6, wobei Tim Sebastian und Piet Herr am Spitzenpaarkreuz jeweils ein wichtiges Einzel gegen Wolfgang Romer gewannen. Die Herrenberger Trümpfe stachen vor allem am hinteren Paarkreuz, an dem sich Jürgen „Jojo“ Baier und Tobias Gawlitza in allen vier Fällen durchsetzen konnten. Zudem punkteten Justin Kühne und Damir Stefanac je einmal. Gegen die Birkenfelder, die mit der gewohnt großen Schar an Schlachtenbummlern unterwegs waren, lief es alles andere als glücklich für den VfL. Insgesamt konnten die Herrenberger neunzehn Satzgewinne verbuchen, in Summe waren es dann aber nur drei Spiele. Kapitän Damir Stefanac: „Ich kann gar nicht beschreiben, wie unglücklich wir teilweise unsere Fünfsatzspiele abgeben mussten. Mehrmals stand es gefühlt 9:9 im fünften Satz und immer hatten die Gegner das bessere Ende für sich.“ Stefanac bezog sich dabei auf die Einzel von Piet Herr, Tim Sebastian, Tobias Gawlitza und Jürgen Baier, die allesamt weg gingen und den VfL nach dem ersten Einzeldurchgang mit 2:7 im Hintertreffen sahen. Piet Herr gewann dann noch ein Einzel zum Endstand von 3:9 aus Herrenberger Sicht. Birkenfelds Oliver Sierpek war sich – trotz des klaren Ergebnisses – über den knappen Spielverlauf bewusst. „Es war ein toller und immer fairer Kampf. Unsere Jungs profitierten von ihrer Erfahrung in Entscheidungsspielen aus den letzten Jahren, in den spannenden Phasen behielten sie immer die Nerven“, sagte Sierpek, der derzeit verletzungsbedingt zum Zuschauen verurteilt ist. „Ich habe gehört, dass eventuell doch noch die Chance besteht, dass wir hochgehen dürfen“, meinte Damir Stefanac am Abend nach dem Spiel. Insofern heißt es in dieser Hinsicht zuerst einmal abzuwarten, wie sich die Ligenkonstellation in den kommenden Wochen darstellen wird.

 

Die Männer II des VfL Sindelfingen verteidigten erfolgreich ihren Platz in der Landesklasse. Nach einer erfolgreichen Aufholjagd im Verlauf der Rückrunde krönte der VfL nunmehr seine Bemühungen mit einer erfolgreichen Relegation, in der die Herausforderer aus Altburg und Grafenau auf Distanz gehalten wurden. Im Bezirksderby gegen den TSV Grafenau taten sich die favorisierten Sindelfinger trotz starker Aufstellung lange Zeit recht schwer. Zur Hälfte der absolvierten Einzel sah sich der VfL mit 4:5 im Rückstand, was unter anderem an guten Grafenauer Doppeln und den unbekümmert aufspielenden gegnerischen Youngstern Niklas Spinner und Jan-Philipp Nuber lag. An den vorderen Positionen war der VfL mit Mika Pickan und Martin Finkbeiner jedoch nicht zu bezwingen, sodass hier die Wende eingeleitet wurde. Daniel Bacher, Martin Goihl und Lukas Coulon machten dann mit ihren Auftritten den 9:6-Erfolg perfekt. Im zweiten Spiel agierten die Sindelfinger dann souveräner, mit 9:1 wurde Tischtennis Altburg bezwungen, so dass man auch in der kommenden Saison wieder in der Landesklasse zu Werke gehen kann. Die Altburger setzten sich dann noch mit 9:1 gegen Grafenau durch, hier ergatterte das Doppel Ralf Michaelis/Niklas Spinner den Ehrenpunkt.

 

Geprägt von vielen spannenden Spielen war auch der Relegationstag in Rohrau, an dem die Entscheidungen auf Bezirksebene fielen. Aus sportlicher Sicht verlief dieser Tag für den gastgebenden SV Rohrau nicht optimal, da deren zweite Mannschaft den Platz in der Bezirksklasse an die Böblinger Dritte abgeben muss. Beide duellierten sich am Abend mit vielen sehenswerten Spielen, nachdem sie zuvor jeweils gegen den TSV Kuppingen III 8:8 spielten. Matchwinner auf Böblinger Seite war Sarah Wagner, die Spitzenspielerin des Damen-Landesligateams blieb in den Einzeln ungeschlagen und sorgte mit ihren Ergebnissen dafür, dass die Herren der Schöpfung am Ende jubeln durften. Mit 9:6 gewann die SVB gegen die Rohrauer Zweite und sicherte sich so den Aufstieg.

 

Mit 8:8 trennten sich der TSV Malmsheim und der TSV Höfingen II im entscheidenden Spiel um den Platz in der Kreisliga A-Nord. Letztendlich darf der TSV Höfingen in der Liga bleiben, da sich Tim Scheef, Fabian Lauer, Ralf Scheyhing, Robin Köstlmeier, Martin Müller, Josef Kleckner und Ulrich Wolf auf Grund des besseren Satzverhältnisses durchsetzten (34:30). Den deutlichsten Sieg fuhr der VfL Herrenberg IV gegen den GSV Maichingen ein, der sich somit über den Aufstieg in die Kreisliga A-Süd freuen darf. Einzig Jürgen Schaible punktete im Einzel auf Maichinger Seite, insgesamt war der VfL mit Maurice Lusseault, Yvon Lusseault, Siddy Hinzke, Talal El Haj Ibrahim, Michael Schrottwieser und Adrijan Stanic deutlich besser besetzt.

Rohraus Andreas Kopp blickte gleich in zweifacher Funktion auf die Veranstaltung. Zum einen als Mit-Organisator, zum anderen war der jetzige Bezirksvorsitzende bis vor kurzem noch für den Mannschaftsspielbetrieb im Bezirk zuständig. „Sportlich hätte es für den SV Rohrau natürlich besser laufen können, aber als Ausrichter war die Veranstaltung für uns ein großer Erfolg. Aus offizieller Sicht war der Erfolg für mich bereits vor den ersten Ballwechseln erreicht. Unser Bezirk hat durch diesen Relegationsmodus dafür gesorgt, dass viel weniger Punktspiele zu verzeichnen sind, in denen Mannschaften unvollständig antreten oder komplett absagen. Durch die Einführung der Relegation müssen viele Mannschaften bis in die Saisonendphase um die Platzierungen kämpfen.“

 

Die Relegationsspiele der Bezirksteilnehmer in der Übersicht:

In Freudenstadt spielten:

Verbandsklasse Süd Relegation

10 Uhr SV Leonberg/Eltingen I – TSG Ailingen I 9:6 

14 Uhr TSG Ailingen I – TV Rottenburg I 5:9

18 Uhr TV Rottenburg I – SV Leonberg/Eltingen I 9:4

=> Der TV Rottenburg bleibt in der Verbandsklasse

 

Landesliga Gr. 3 Relegation

10 Uhr VfL Herrenberg II – TSV Dettingen I 9:6

14 Uhr TSV Dettingen I – TTC Birkenfeld I 4:9

18 Uhr TTC Birkenfeld I – VfL Herrenberg II 9:3

=> Der TTC Birkenfeld bleibt in der Landesliga

 

Landesklasse Gr. 6 Relegation

10 Uhr TSV Grafenau I – VfL Sindelfingen II 6:9

14 Uhr VfL Sindelfingen II – Tischtennis Altburg 9:1

18 Uhr Tischtennis Altburg – TSV Grafenau 9:1

=> Der VfL Sindelfingen II bleibt in der Landesklasse

 

In Rohrau spielten:

Bezirksklasse/Kreisliga A Relegation

10 Uhr SV Böblingen III – TSV Kuppingen III 8:8

14 Uhr TSV Kuppingen III – SV Rohrau II 8:8

18 Uhr SV Rohrau II – SV Böblingen III 6:9

=> Die SV Böblingen III steigt in die Bezirksklasse auf

 

Kreisliga A Nord/Kreisliga B Nord Relegation

10 Uhr TSV Malmsheim I – TSV Höfingen II 8:8 (30:34 Sätze)

=>  Der TSV Höfingen II bleibt in der Kreisliga A-Nord

 

Kreisliga A Süd/Kreisliga B Süd Relegation

14 Uhr VfL Herrenberg IV – GSV Maichingen I 9:4

=> Der VfL Herrenberg IV steigt in die Kreisliga A-Süd auf

Datum

Heute ist Donnerstag, 24. Mai 2018

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